Ribnitzer Handballer gewinnen Derby gegen Grimmen und festigen Platz zwei in der Tabelle.

Die Handballer des Ribnitzer HV bauen ihre Erfolgsserie in der MV-Liga aus. Im Derby gegen den HSV Grimmen siegten die Gastgeber mit 28:26, festigten damit den zweiten Platz und können sich weiter berechtigte Hoffnungen auf Edelmetall machen. RHV-Trainer Thilo Meyer staunt von Woche zu Woche über seine Mannschaft. „Auf Grund zahlreicher Verletzter muss das Team nahezu durchspielen, und die Jungs überraschen mich immer wieder. Wir haben diszipliniert gespielt und am Ende sicherlich auch das Quäntchen Glück auf unserer Seite gehabt“, freute er sich nach dem Abpfiff. Dem hatte sein Gegenüber Lars Kibscholl wenig hinzuzufügen. „Am Ende hätten wir sicherlich auch einen Punkt verdient gehabt. Doch dazu hätten wir besser verteidigen müssen. Wir waren in einigen Situationen nicht wach genug. Und das wurde bestraft“, gab der Grimmener Coach zu Protokoll. Wieder einmal war die Ribnitzer Sporthalle am Mühlenberg rappelvoll. So richtig Derby-Stimmung wollte aber zunächst nicht aufkommen, dafür gab es auf beiden Seiten zu viele Fehler.  Während dann beim Gastgeber viel über Michael Jacobsen und Alexander Dukart lief, die immer wieder für leichte Treffer aus dem Rückraum sorgten, zeigte sich bei den Gästen Steve Salbrecht und Tim Pischke spielfreudig.

„Wir haben uns natürlich an das Hinspiel erinnert, als unsere offensive 5:1-Abwehr der Garant für den Erfolg war. Heute hat es zwischendurch nicht so gut funktioniert, da der HSV die Lücken besser nutzte. Aber damit habe ich gerechnet“, analysierte Thilo Meyer.

Dennoch führte der Gastgeber über weite Strecken der ersten Hälfte mit ein bis zwei Toren. Dafür hatte HSV-Trainer Kibscholl eine einfache Erklärung. „Wir haben hinten hart gearbeitet, aber uns nicht dafür belohnt,  weil wir einfach einen Schritt zu spät gegen die RHV-Werfer kamen. Für den Angriff haben wir uns einiges einfallen lassen und das hat auch ganz gut geklappt.“Allerdings konnte sich keine Mannschaft bis zur Pause absetzen (Halbzeitstand: 14:14).

Auch nach dem Seitenwechsel war der Ribnitzer Torjäger Michael Jacobsen nicht zu stoppen.  Dennoch erarbeitete sich Grimmen eine 16:14-Führung und hätte diesen Vorsprung durchaus weiter ausbauen können. In der Halle wurde es nun lauter. Vor allem die vielen Grimmener Zuschauer kamen auf ihre Kosten. Allerdings nur bis zum 17:18 aus Ribnitzer Sicht. „Dann vertändeln wir die Bälle wieder leichtfertig, machen zu viele technische Fehler und auf einmal liegen wir mit drei Toren  zurück. Das darf uns nicht passieren“, ärgerte sich Gäste-Trainer Kibscholl.

Thilo Meyer gefiel diese entscheidende Phase natürlich. „Da haben wir die Fehler beim HSV erzwungen und konnten schnelle Treffer erzielen“, kommentierte er. Ribnitz setzte sich auf 21:18 ab.  Grimmen nahm nun Jacobsen in Manndeckung. Der war damit erstmal aus dem Spiel,  doch dann übernahm bei den Bernsteinstädtern Alexander Dukart Verantwortung. „Er musste sich zeigen und hat das stark gelöst.

 Eigentlich waren die Kräfte auch bei ihm am Ende, aber er hat gebissen und die wichtigen Toren gemacht“, lobte Meyer den 23-Jährigen.

Grimmen kam zwar immer wieder auf einen Treffer heran, verpasste es aber, die Überzahlsituationen konsequent zu nutzen und rannte ab Mitte der zweiten Halbzeit ständig einen Rückstand von ein bis zwei Toren hinterher. „Es war ein Spiegelbild der ersten Hälfte. Wir belohnen uns nicht für eine couragierte Abwehrleistung und kassieren teilweise krumme Dinger. Das macht eine Aufholjagd einfach schwierig“, monierte Lars Kibscholl.

Die Partie blieb bis in die Schlussminuten spannend. Doch schließlich durften die Ribnitzer mit ihren nun enthusiastischen Anhängern den 28:26-Erfolg feiern.

Während der RHV nun weiter den zweiten Rang der MV-Liga belegt, rutscht der HSV (8.) wieder ins Niemandsland der Tabelle ab.

Statistik

Ribnitzer HV: Lürken, Kleinecke - Nucklies, Jacobsen 15/4, Voss 1, Bux 3, Krohn 1, Dukart 6, Brandt 2, Bohnenstegel.

HSV Grimmen: Granholm, Corswandt - Pervölz 7/3, Pischke 6, Salbrecht 5, Keil 3, Tschirschwitz 2, Eggert 1, Kopilow 1, Pollex 1, Bentzien, Schultz.

Zeitstrafen: RHV 6 (Rote Karte Brandt), HSV 2.

Siebenmeter: RHV 4/4, HSV 4/3.

   
© 2015 Ribnitzer HV