MV-Liga-Handballer peilen gegen Einheit Demmin vierten Sieg in Folge an

Die Handballer des Ribnitzer HV (RHV) sind neben Liga-Primus SG Uni Greifswald/Loitz (28:4 Punkte) das Team der Stunde in der Mecklenburg- Vorpommern-Liga. Jüngst feierte die Sieben von Trainer Thilo Meyer drei Siege und verbesserte sich mit 23:11 Zählern auf den zweiten Tabellenplatz. In den sechs Partien nach dem Jahreswechsel mussten die Bernsteinstädter erst eine Niederlage einstecken (20:27 bei Empor Rostock II). Meyer ist begeistert von der Entwicklung seiner Schützlinge, die sich trotz der Ausfälle einiger Stammkräfte nicht aufhalten lässt. „Die Jungs überraschen mich immer wieder. Sie überzeugen meist mit der richtigen Einstellung und Teamgeist“, meint der 50-Jährige und verdeutlicht: „Einer ist für den anderen da. So muss es sein!“

Morgen (17.30 Uhr, Sporthalle Dargun, Am Sportplatz 18) beim SV Einheit Demmin werden mit Steffen Wiegratz, Ben Meyer, Stephan Sohn und Dmitry Nemcinov erneut Akteure fehlen. Auch der Einsatz von Neuzugang Max Bux ist fraglich. Der 23-Jährige laboriert an einer Handverletzung. In den vergangenen Wochen hatte er besonders durch gute Defensivarbeit überzeugt und wurde von Spiel zu Spiel torgefährlicher. Zuletzt im Lokalduell gegen den HSV Grimmen traf er dreimal.

Kapitän Jacobsen zum richtigen Zeitpunkt in Topform

Noch erfolgreicher war Rückraumschütze Michael Jacobsen. Der RHV-Kapitän erzielte gegen die Grimmener herausragende 15 Treffer. „Dachs (der Spitzname Jacobsens/d. Red.) ist in Topform - und das genau zum richtigen Zeitpunkt“, lobt Coach Meyer seinen Führungsspieler.

In der Hinrunde war dieser seiner Rolle noch nicht gewachsen. Da standen häufig mehr Fehlwürfe als Tore in seiner Spieltags-Bilanz. Jetzt geht Jacobsen, der mit dem SV Warnemünde auch schon in der Oberliga Ostsee-Spree gespielt hat, voran. Und er trifft.

Angst davor, dass Jacobsen in Demmin von Beginn in Manndeckung und damit aus der Partie genommen werden könnte, hat Meyer nicht. „Dann springen eben andere Spieler ein. Gegen die Grimmener hat Alex (Alexander Dukart/d. Red.) in der Endphase mehr Verantwortung übernommen und war auch erfolgreich“, gibt sich das RHV-Urgestein gelassen. Das Selbstvertrauen der Ribnitzer ist nach elf Siegen aus 17 Liga- Begegnungen und dem Einzug in die Landespokal-Endrunde groß.

Dennoch warnt Meyer vor dem kommenden Gegner. „Die Demminer haben ihre Spielweise geändert. Sie agieren schneller und sind deutlich torgefährlicher geworden als in den Vorjahren.“ Seine Mannschaft, so der RHV- Coach, müsse deshalb von Beginn an hellwach sein. „Es ist wichtig, dass wir gut ins Spiel kommen und möglichst von vorne wegspielen, ohne in Rückstand zu geraten.“

   
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