Rückraumspieler hat seine Abwanderungsgedanken ad acta gelegt

Lange Zeit war Michael Jacobsen hin- und hergerissen. Doch nun hat sich der 30-Jährige festgelegt: Ich spiele weiter für den Ribnitzer HV“, meinte der Rostocker gestern gegenüber der OZ. Jacobsen dürfte von mehreren Handball-Vereinen umworben worden sein, darunter von seinem Heimatklub SV Warnemünde.

Es ist eine Entscheidung, die von Herzen kommt. Mannschaft, Fans und das Drumherum in Ribnitz sind in der Liga einzigartig. Viele Spieler sind mir ans Herz gewachsen. Es ist eine tolle Harmonie in der Truppe, begründet Jacobsen seinen Verbleib.

Welche Vereine an ihm Interesse gezeigt haben, wollte er nicht verraten. Das ist unwichtig. Es war auf jeden Fall eine Mannschaft, an die ich noch immer sehr oft denke und mit der ich weiter mitfiebere, verriet der Familienvater, der im Ostseebad Warnemünde wohnt und arbeitet. Jacobsen war im Sommer 2015 nach einem Jahr, in dem er mit dem SV Warnemünde in der Oberliga Ostsee-Spree gespielt hatte, nach Ribnitz-Damgarten zurückgekehrt und spielt seitdem zum zweiten Mal für den RHV. Der Kapitän war bereits von 2010 an für die Bernsteinstädter aktiv gewesen, nachdem ihn der damalige Trainer Detlef Lankowski geholt hatte. Jacobsens Traum ist es, mit den Ribnitzern den Landesmeistertitel zu gewinnen und noch mal in der viertklassige Oberliga zu spielen. In den vergangenen beiden Spielzeiten hatte der RHV als Tabellenneunter beziehungsweise -siebter in der MV-Liga zweimal enttäuschend abgeschnitten. Allerdings wurde das Team von Trainer Thilo Meyer besonders in der abgelaufenen Saison von Verletzungsproblemen geplagt. Was möglich ist, wenn alle Spieler dabei sind, haben die Ribnitzer in der Landespokal-Endrunde gezeigt, als sie im Finale die mit Drittliga-Spielern verstärkte zweite Mannschaft des SV Mecklenburg Schwerin (33:28) besiegten und den zweiten Triumph nach 2014 feiern konnten. Beide Male trug Rückraumspieler Jacobsen mit seinen Toren zu den Erfolgen bei.Unterdessen planen die Ribnitzer Verantwortlichen am 19. August den dritten Bernstein-Cup auszutragen. Für das hochklassig besetzte Vorbereitungsturnier haben bereits die A-Jugend-Teams vom deutschen Rekordmeister THW Kiel und von Zweitligist VfL Bad Schwartau zugesagt. Erwartet wird auch die U 19 des HC Empor Rostock, die sich im Sommer für die neue Nachwuchs-Bundesliga- Spielzeit qualifizieren will. Titelverteidiger ist der Nachwuchs des HSV Hamburg, dessen Zusage noch aussteht.

Wir hoffen, dass die Elbestädter wieder dabei sein werden, denn sie waren eine Bereicherung. Das Turnier wollen wir zur Traditionsveranstaltung machen“, meint RHV-Vorstand Stefan Stuht. Der 45-Jährige ist schon voll mit den Planungen der dritten Auflage beschäftigt. Dann soll es ein paar Veränderungen geben. Geplant sei, nicht mehr im Modus ’Jeder gegen Jeden‘, „sondern in zwei Gruppen zu spielen und am Ende ein richtiges Finale auszutragen. Das verspricht noch mehr Spannung, betont Stuht.

   
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