Barther Handballerinnen gewinnen das Verbandsliga-Derby beim Ribnitzer HV mit 21:18

Ribnitz-Damgarten. Es liegt schon ein paar Jahre zurück, dass die Handballerinnen des SV Motor Barth die Tabelle ihrer Liga angeführt haben. Am letzten Spieltag der Saison 2010/2011 standen sie ganz oben und wurden Landesmeisterinnen. Damals spielte das Team noch in der MV-Liga. Vor zwei Jahren stieg die Motor-Sieben in die Verbandsliga ab. Nun ist sie dort Spitzenreiter. Grundlage dafür war ein 21:18 (12:9)-Auswärtserfolg im Derby gegen den Ribnitzer HV. Der Barther Trainer Martin Habermann wollte die Tabellensituation allerdings nicht überbewerten. „Das ist schön, aber nichtmehr als eine Momentaufnahme“, sagte er. Seine Mannschaft profitierte

zudem von der Niederlage des bisherigen Spitzenreiters Bad Doberaner SV (20:25 gegenTeterow). Nach dem Derby waren sich die Beteiligten weitgehend einig. „Barth hat verdient gewonnen“, meinte RHV-Vorstand Stefan Stuht. Und der Trainer der Ribnitzerinnen, Tobias Klugmann, fügte hinzu: „Die Gäste waren das stärkere Team. Wir haben unsere schlechteste Saisonleistung gezeigt.“ Die Vinetastädterinnen übernahmen von Beginn an die Initiative. Zur Pause führten sie mit 12:9. Martin Habermann war dennoch nicht ganz zufrieden. „Wir hätten uns noch mehr absetzen können“, analysierte er. Aber die Mannschaft habe nicht effizient genug agiert.

Nachdem Motor im zweiten Durchgang mit 19:15 vorn lag, folgte die stärkste Phase des RHV. Die Gastgeberinnen erzielten drei Tore in Folge und lagen knapp drei Minuten vor dem Abpfiff wieder in Schlagdistanz. Doch die Gäste stellten schließlich den 21:18-Auswärtserfolg sicher. „Wir hatten etwas Glück, dass das Spiel nicht gekippt ist. In dieser Phase war Ribnitz im Angriff besser“, resümierte Martin Habermann. Er lobte vor allem die Defensive und die Leistung von Torhüterin Anika Keller. Sein Trainerkollege Tobias Klugmann ärgerte sich indes: „Wir sind viel zu spät aufgewacht.“ Ihm habe von der ersten Minute an der Kampfgeist in seiner Truppe gefehlt. „Da muss viel mehr kommen, mit Stimme und Körper“, sagte Klugmann, der zudem die mangelnde Chancenverwertung seiner Mannschaft kritisierte. „Außerdem hat mir in der Abwehr die Bewegung gefehlt.“

Für Motor Barth war es im dritten Derby gegen den RHV der erste Sieg. In der Vorsaison hatten die Bernsteinstädterinnen beide Begegnungen noch knapp für sich entscheiden können. Durch die Niederlage rutschte Ribnitz auf den fünften Tabellenplatz ab. Bereits am kommendenWochenende wartet auf den neuen Spitzenreiter die nächste Aufgabe. Der SV Motor Barth darf dann zu Hause antreten. Zu Gast in der Vineta-Sportarena ist ab 15.00 Uhr der SV Eintracht Rostock. Die Hansestädterinnen haben nur eine ihrer bislang drei Partien gewinnen können und sind Achter. Eine etwas längere Erholungsphase hat hingegen der Ribnitzer HV. Erst am 14. Oktober steht die nächste Partie auf dem Programm. Zu Gast ist dann die Spielgemeinschaft Uni Greifswald/Loitz.

   
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