RHV bezwingt Doberaner SV und steht vor dem Gewinn der Meisterschaft

Ribnitz-Damgarten. Tobias Klugmann muss schmunzeln, als er auf seine hellseherischen Fähigkeiten angesprochen wird. „Ich habe es doch gesagt“, meint er dazu nur knapp. Der Trainer der Handballerinnen des Ribnitzer HV hatte bereits vor Wochen gemutmaßt, dass die direkten Kontrahenten im Kampf um die Meisterschaft in der Verbandsliga noch Punkte liegenlassen werden. Und der 31-Jährige sollte Rechtbehalten. Seine Mannschaft bezwangam vergangenen Sonnabendin der heimischen Mühlenberghalle den bisherigen Tabellendritten Bad Doberaner SV mit 28:25 (17:11). Und der SSV Einheit Teterow, härtester Widersacher im Titelrennen, verpasste

beim 24:24 in Neukloster einen doppelten Punktgewinn. „Wir haben jetzt Matchball“, freute sich Tobias Klugmann. Einen Sieg benötigen die Bernsteinstädterinnen aus den verbleibenden zwei Begegnungen, um sicher Meister zu sein. Gegen Doberan ging der Plandes Trainers weitgehend auf. „Ich hatte vorgegeben, dass wir in der Abwehr den ein oder anderen Ball erobern müssen. Das hat erstaunlich gut funktioniert“, lobte Klugmann. Zwar lagen die Gäste in der Anfangsphase der Begegnung immer mal wieder vorn, doch mit dem 7:6 (14.) übernahmen die Ribnitzerinnendie Kontrolle.

„Doberan ist in der Offensive eine starke Mannschaft, die dann allerdings ein wenig geschwächelt hat“, meinte der RHV-Coach. Er habe sich etwas darüber gewundert, dass der Gegner es mit dem schwierigeren Weg, dem Durchbruch, versucht habe, zum Torerfolg zu kommen. „Das haben wir gut gelöst“, sagte er. In der Offensive verwertete seine Mannschaft ihre Möglichkeiten und zog bis zur Pause auf 17:11 davon. Im zweiten Abschnitt bauten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung auf 23:15 aus. Doch Doberan verkürzte. „So lange wir vorn weiter treffen, ist alles in Ordnung“, rief Jule Engel, mit zehn Torenerfolgreichste Torschützin beim RHV, in dieser Phase ihren Mitspielerinnen zu.

Und tatsächlich ließen sie nichts mehr anbrennen. „Unsere gefürchtete Schwächephase ist relativ kurz ausgefallen“, kommentierte Tobias Klugmann. Die letzten drei Tore der Partie erzielten zwar die DSV-Frauen, gefährden konnten sie die Ribnitzerinnen aber nicht mehr. „Wichtig war auch, dass unsere Torhüterin Heidi Hameister in der entscheidenden Phase der Partie einige Bälle von den Außenpositionen halten konnte“, sagte der Coach. Die Ribnitzerinnen können nun schon mal den Sekt kalt stellen. Denn bereits vor dem letzten Spieltag könnten sie den Gewinn der Meisterschaft feiern.

Voraussetzung dafür ist ein Sieg gegen die HSG Uni Rostock am kommenden Freitag. Dann wird diese Partie um 19 Uhr in der Sporthalle von Marlow nachgeholt. Die RHV-Frauen gehen als klarer Favorit in diese Begegnung. Das Hinspiel konnten sie mit 31:18 für sich entscheiden. „Es wäre schön, wenn wir am Freitag schon alles klar machen könnten“, meinte Tobias Klugmann. Voraussagen wollte der Trainer aber diesmal noch nicht treffen. HIER GEHTS ZUM SPIELVERLAUF

Ribnitzer HV: Hameister – Geist 1, J. Engel 10/2, Marzahl 6, Toebe 1, Jenß, Neubauer 1, Ziegler 4, Gerhart 1, St. Engel 4.

Siebenmeter: RHV 2/2, Doberan 5/4.

Strafminuten: RHV 4, Doberan 6.

 

   
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