Nach dem 39:22-Erfolg gegen die HSG Uni Rostock sind die RHV-FrauenNach dem 39:22-Erfolg gegen die HSG Uni Rostock sind die RHV-Fraueneinen Spieltag vor Saisonende kaum noch von Platz eins zu verdrängen

Marlow. Ausgelassen tanzten die Marlow. Ausgelassen tanzten die Handballerinnen des Ribnitzer HV nach dem Abpfiff über das Spielfeld, feierten ihren Erfolg. Sie hatten die HSG Uni Rostock in einem
Nachholspiel der Verbandsliga mit 39:22 (20:8) besiegt und damit einen Spieltag vor dem Saisonende auch den Gewinn der Meisterschaft perfekt gemacht. Zumindest praktisch. Theoretisch müssen sich die Ribnitzerinnen allerdings noch etwas gedulden. Die zweitplatzierte Mannschaft des SSV Einheit Teterow müsste am letzten Spieltag nicht nur zwei Punkte, sondern auch die um 76 Treffer schlechtere Tordifferenz aufholen.

Doch daran glaubt niemand. „Ich denke, dass dürfte nicht möglich sein“, freute sich RHV-Trainer Tobias Klugmann über den Erfolg seiner Mannschaft.

Die war gegen die Hansestädterinnen in der Sporthalle von Marlow drückend überlegen. Bereits nach acht Minuten gab es Szenenapplaus der rund 100 Zuschauer.
Zu diesem Zeitpunkt nahm der Rostocker Trainer Stephan-Sebastian Klein seine erste Auszeit. Grund dafür: Die Ribnitzerinnen führten bereits mit 8:1. In der Folgezeit hatten die Gastgeberinnen keine Probleme und sorgten frühzeitig für die Vorentscheidung. Bereits beim Pausenstand von 20:8 stand fest, wer das Feld als Sieger verlassen würde. Dabei konnten sich die RHV-Frauen sogar ihre fast schon
obligatorische kleine Schwächephase erlauben. „Da haben wir uns etwas zu sicher gefühlt“, meinte Klugmann. Er habe sich über die Abschlussschwäche beim Gegner etwas gewundert. „Ich habe das
Team schon ganz anders gesehen“, ergänzte er.
Mit dem Gewinn des Titels haben sich die Bernsteinstädterinnen zudem das Aufstiegsrecht in dieMV-Liga gesichert. „Doch darauf werden wir verzichten. Wir wollen auch in der kommenden Saison in
der Verbandsliga an den Start gehen“, informierte Tobias Klugmann. Grund dafür seien vor allem die Belastungen für die Spielerinnen. „Wir haben mit einem relativ kleinen Kader einen tollen Erfolg gefeiert. Aber es hat alles gepasst, wir sind weitgehend von Verletzungen verschont geblieben“, meinte der RHV-Coach. Wenn aber Spielerinnen ausfallen, werde es schnell „sehr dünn“. Klugmann hofft indes, dass die
Spielkommissiondes Handballverbandes von MV die Mannschaftsstärke in der Verbandsliga reduziert.„Ich werde mich jedenfalls dafür einsetzen“, sagte er. Das Leistungsgefälle innerhalb der Liga sei
doch recht groß. Zudem mache es Sinn, dass die Anzahl der Spiele inder MV-Liga höher sei. Das war inder aktuellen Saison nicht der Fall.Während in der Verbandsliga zwölf Mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen, sind es in der höchsten Spielklasse des Landesnur zehn. „Das sollte sich auf jeden Fall ändern“, fordert Tobias Klugmann.
Seine Mannschaft kann nun dem letzten Saisonspiel am 5. Mai ganz gelassen entgegensehen. Die RHV-Frauen empfangen in der Mühlenberghalle das drittplatzierte Team des SV Eintracht Rostock.
„Die Rostockerinnen werden uns als Spitzenreiter sicher ärgern wollen. Aber wir können die Partie locker angehen“, meinte Klugmann.
Und im Anschluss kann dann auch offiziell der Titelgewinn gefeiert werden.

 

   
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