Handballer zu Gast bei der SG Uni Greifswald/Loitz, Trainer Meyer sieht Gastgeber in der Favoritenrolle

Nach zuletzt zwei Niederlagen wollen die Handballer des Ribnitzer HV (3.) morgen in die Erfolgsspur zurückfinden. Ein leichtes Unterfangen dürfte das allerdings nicht werden. Dessen ist sich auch Thilo Meyer bewusst. „Wir stellen uns auf einen sehr harten Schlagabtausch ein“, sagt der Trainer des Tabellendritten vor der Partie beim Spitzenreiter der Mecklenburg-Vorpommern-Liga, die Spielgemeinschaft Uni Greifwald/Loitz. Anpfiff ist um 17 Uhr. Zweimal standen sich beide Mannschaften in dieser Saison bereits gegenüber. Im Hinspiel unterlagen die Bernsteinstädter mit 26:29. Wesentlich bessere Erinnerungen dürften sie aber an das Achtelfinale im Landespokal haben. Nach einer engagierten Vorstellung gewannen die Ribnitzer 23:22. Für Thilo Meyer ist das aber auch ein Grund dafür, warum die Favoritenrolle beim Gegner liegt. „Greifswald/Loitz spielt zu Hause und wird sicher auch die Pokalschlappe ausmerzen wollen“, ist er überzeugt.

Um in Loitz Zählbares mitnehmen zu können, wird sich die RHV-Sieben im Vergleich zu den Vorwochen steigern müssen. „Uns hat zuletzt die Frische im Kopf und die Durchschlagskraft im Angriff gefehlt“, analysiert Thilo Meyer. Nach Niederlagen gegen Demmin und in Warnemünde büßten die Bernsteinstädter den zweiten Tabellenplatz ein und haben auf dem Bronzerang liegend nur noch einen Zähler Vorsprung auf Verfolger Einheit Demmin.

„Die lange Saison mit dauernden Personalproblemen hinterlässt langsam Spuren“, meint der Trainer. Weiterhin fehlen werden dem RHV die langzeitverletzten Spieler Ben Meyer und Steffen Wiegratz. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Ronny Bohnenstengel. „Alle anderen sollten uns aber zur Verfügung stehen“, sagt Thilo Meyer.

Der sieht in einer konsequenten Defensive einen Schlüssel zum Erfolg. „Das Zusammenspiel von Abwehr und Torhüter muss passen. Das könnte uns einfache Tore ermöglichen“, hofft der Coach. Wichtig werde aber auch sein, die sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen. „Das hat in den letzten Begegnungen nicht ganz so gut funktioniert“, fügt er hinzu. Nach Ansicht von Thilo Meyer kann auch das enthusiastische Publikum in Loitz eine Rolle spielen. „Deshalb sollten wir das Spiel solange wie möglich offen halten. Jetzt gilt es, die Spannung aufzubauen, die uns in den vergangenen Wochen ein wenig verloren gegangen ist.“

Für die Frauen des Ribnitzer HV, Vierter der Verbandsliga, steht indes am Sonntag ein Heimspiel auf dem Programm. Die Mannschaft von Coach Tobias Klugmann empfängt um 14 Uhr in der Sporthalle Am Mühlenberg die HSG Uni Rostock (6.). Das Hinspiel hatten die Bernsteinstädterinnen, die in dieser Saison einen Medaillenplatz anstreben, mit 36:35 für sich entscheiden können.

   
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