Die Handballer verpassen beim Bernstein-Cup zwar einen Erfolg, deuten allerdings ihr Potenzial an. Coach Kaiser hat viele Optionen.

Ribnitz-Damgarten. Ein bisschen enttäuscht waren die Handballer des Ribnitzer HV (RHV) schon. Nach der klaren Niederlage gegen den erfolgreichen Titelverteidiger THW Kiel A-Jugend (9:26) schlichen sie mit gesenkten Köpfen vom Spielfeld in der Sporthalle Am Mühlenberg. Am Ende belegten die Gastgeber am Sonnabend beim 4. AOK-Bernstein-Cup 2018 den vierten und damit letzten Tabellenplatz. Doch der Frust war schnell wieder verflogen. Der neue RHV-Coach Philipp Kaiser analysierte: „Die gruppentaktischen Abläufe in Abwehr und Angriff haben die Jungs im Vergleich zum Training und im Verlauf des Turniers besser hinbekommen. Leider haben wir einhundertprozentige Chancen oft nicht genutzt und vor allem im Umschaltspiel falsche Entscheidungen getroffen oder zu überhastet agiert.“ Außerdem habe sein Team am Ende der Spiele die Köpfe zu schnell hängen und sich zu einfach auskontern lassen. „Da ist noch viel Potenzial, was es zu wecken gilt“, gibt sich der 26-Jährige zuversichtlich für die anstehenden Aufgaben. Die RHV-Männer starteten zunächst gut ins stark besetzte Vorbereitungsturnier. 

Gegen die A-Jugend des SC Magdeburg, die im Vorjahr erst im Finale um die deutsche Meisterschaft den Füchsen Berlin unterlag, führten die Ribnitzer HV zur Pause mit 10:8. Doch in den zweiten 20 Spielminuten vergaben sie zu viele gute Tormöglichkeiten und wurden dafür bestraft. Die schnellen Magdeburger nutzten ihre Konter und trafen auf der Gegenseite. Endstand: 16:22. Auch im zweiten Spiel gegen die U 19 des HC Empor Rostock setzte es eine Niederlage. RHV-Kapitän Michael Jacobsen hob trotzdem die neue Qualität in der Mannschaft hervor. „Unsere Neuzugänge sind alle super Spieler, die unsere Lücken schließen und uns besser machen werden. Wir haben eine dufte Truppe beisammen“, meinte der 31-Jährige und fügte hinzu: „Das Turnier war super organisiert mit starken jungen Mannschaften. Leider hat es für einen Sieg nicht gereicht, aber das ist in der Vorbereitung erst einmal zweitrangig.“ Tom Moritz hält ganz stark Philipp Kaiser probierte viel aus, sagte Spielzüge sowie Formationen an. Sein Team versuchte, die Vorgaben gut umzusetzen. „Da war schon mehr Struktur im Ribnitzer Spiel zu erkennen als im Vorjahr“, meinte Zuschauer Holger Hurtig.

Im Rückraum führte der neue Spielmacher Nick Meyer (18) klug Regie,überzeugte mit seiner Übersicht und guten Anspielen auf die Nebenleute. Unterstützt wurde er von Routinier Jacobsen. Besonders stark war Neuzugang Tom Moritz im Ribnitzer Tor. Der 18-Jährige entschärfte viele gegnerische Torwürfe mit tollen Paraden und war nach dem Kieler Jesko Usinger, der geehrt wurde, sicher der beste Torwart der Turniers. Auffälliga uch:RHV-Trainer Philipp Kaiser standen zahlreiche Alternativen zur Verfügung. Insgesamt waren 21 (!) Spieler im Kader, darunter einige Talente aus dem Nachwuchs. Sie werden fortan ins Training eingebunden und sollen an die erste Mannschaft herangeführt werden. „Leon Methling kann als A-Jugendlicher schon eine vollwertige Alternative auf rechtsaußen sein, wenn er regelmäßig trainiert“, hob Philipp Kaiser hervor. Die Stimmung beim RHV ist gut. Michael Jacobsen lobt seinen neuen Coach: „Philipp ist ein Handballverrückter. Ein teamorientierter Mensch, der uns auf jeden Fall weiterentwickeln kann.“ Kaiser ruft den Konkurrenzkampf aus: „Meinen Stamm-Innenblock habe ich noch nicht gefunden. Das ist gut für die Jungs, da somit jeder in den kommenden Wochen da reinrutschen kann, wenn er sich im Training anbietet.“ Saisonstart für den Ribnitzer HV in der MV-Liga wird am 8. September daheim gegen den Stralsunder HV II sein. Dann soll der erste Sieg gelingen.

 

 

   
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