Coach Philipp Kaiser kritisiert sein Team trotz des 27:24-Erfolgs in Greifswald

Greifswald/Ribnitz-Damgarten. Als Greifswald/Ribnitz-Damgarten. Als Nick Meyer in der 43. Spielminute zum 21:14 für den Ribnitzer Handballverein (RHV) traf, dürfte sein Trainer Philipp Kaiser noch ziemlich zufrieden gewesen sein mit der Leistung seiner Mannschaft. Es war die höchste Führung der Gästeim Spiel der MV-Liga beim HC Vorpommern-Greifswald. Am Ende gewannen die Ribnitz-Damgartener mit 27:24 (15:11) und feierten ihrenzweiten Sieg im zweiten Saisonspiel.Mit 4:0 Zählern belegt derRHV (Tordifferenz: +4) punktgleichmit Spitzenreiter GüstrowerHV (+23) und der TSG Wismar(+10) den dritten Tabellenplatz. Trotz des gelungenen Saisonauftakts kritisierte Kaiser seine Mannschaft. „Wir haben

nicht konsequent genug gespielt und waren zu oft mit anderen Dingen beschäftigt, zum Beispiel mit den Schiedsrichternoder mit Meckereien des Gegners. Wir müssen uns mehr auf uns konzentrieren und auf das, was wir beeinflussen können. Wir sollten nicht Kraft für Dinge verschwenden, die wir nicht in der Hand haben“, meinte der 26-Jährige. Der Sieg sei am Ende zwar ungefährdet gewesen, „allerdings konnten wir zu keinem Zeitpunkt entspannt sein“. RHV-Kapitän Michael Jacobsen, der nach überstandener Erkältung am Donnerstag wieder mit der Mannschaft mit trainiert hatte und gegen den HC Vorpommern-Greifswald mit zehn Treffern zum besten Torschützen avancierte, sah das ähnlich. „Das Spiel war solala. Wir konnten uns in der ersten Halbzeit nicht so richtig lösen und sind nur mit vier Toren Vorsprung in die Pause gegangen. Am Ende zählen die Punkte und die haben wir mitgenommen“, konstatierte der 31-jährige Rückraumspieler. Nach ausgeglichener Anfangsphase übernahmen die Ribnitzer das Zepter, zogen vom 5:5 (8.) auf 9:5 (16.) davon und legten fortan immer vor. Erst nach der ersten undeinzigen Sieben-Tore-Führung des RHV durch den jungen Spielmacher Nick Meyer und einer Auszeit der Hausherren verloren die Bernsteinstädter ihren Spielrhythmus.

Nach Wiederbeginn erzielte der frühere Warnemünder Tom Ole Bach drei Tore hintereinander für die Greifswalder und verkürzte damit innerhalb von lediglich zwei Minuten auf 17:21 (45.) aus Sicht der Gastgeber. Hektik in der Schlussphase In der Folge hielt der RHV dagegen und ließ den Gegner in der hektischen Schlussviertelstunde – mit mehreren Zeitstrafen auf beiden Seiten – nie näher als drei Tore herankommen.

Philipp Kaiserblickte allerdings spätestens beim 23:26 durch den insgesamt fünften Treffer von Tom Ole Bach zerknirscht. „Ich habe den Jungs gesagt: Als klarer Favorit sind wir zu jeder Zeit des Spiels dafür verantwortlich, wie es steht. Wir waren klar besser, vor allem individuell. Im kommenden Spiel müssen wir allerdings unsere Torchancen besser nutzen und uns in der Abwehr in Sachen Aggressivität und Bereitschaft im Eins-gegen-eins und im Zusammenspiel mit den Nebenleuten steigern“, meinte Kaiser mit Blick auf das anstehende Heimspiel am kommenden Sonnabend (18 Uhr, Sporthalle Am Mühlenberg) gegen den SV Einheit Demmin.

Ribnitzer HV: Moritz, Kleinecke –Wiegratz, Ahrens 1, Jacobsen 10/3, Voss, Schroth 3, L. Methling, Nemcinov, N. Meyer 4, Dukart 4, Brandt 5, Mehr.

Siebenmeter: Greifsw. 8/6, RHV 5/3.

Strafminuten: Greifsw. 8, RHV 12.

 

   
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