Beim Staffelfavoriten Güstrower HV unterliegen die MV-Liga-Handballer mit 21:25 / Es war die zweite Niederlage hintereinander für den RHV

 

Güstrow. Da war mehr drin. Die MV-Liga-Handballer des Ribnitzer HV (RHV) haben gestern eine kleine Überraschung verpasst. Beim Staffelfavoriten Güstrower HV unterlagen sie trotz starker erster Halbzeit noch mit 21:25 (12:7). Dabei hatten die Gäste in den ersten 40 Spielminuten die meiste Zeit geführt.

RHV-Trainer Philipp Kaiser lobte seine Mannschaft trotz der zweiten Niederlage in Folge. „Insgesamt bin ich mit unserer Leistung zufrieden. Der Start war überragend. Da haben wir frei aufgespielt, unfassbar gut verteidigt und hätten klarer führen müssen.“ Allerdings habe seine Truppe erneut zu viele gute Chancen vergeben, haderte der 28-Jährige. Deshalb war eine Woche zuvor schon die Partie gegen Einheit Demmin (25:26) verloren gegangen.

 

Den Rückschlag hatten die Ribnitzer offensichtlich gut weggesteckt. Sie spielten in der Sporthalle Kessiner Straße in Güstrow zu Beginn wie entfesselt auf. Die Abwehr, diesmal als 5:1-Formation aufgeboten, agierte energisch und entschlossen. Dahinter parierte Tom Moritz beinahe jeden Ball, der trotzdem auf sein Tor geworfen werden konnte. Auf der Gegenseite traf der erst 18-jährige RHV- Spielmacher Nick Meyer per Siebenmeter zum 9:2 für die Bernsteinstädter (23.). Da hätte es allerdings schon 14:2 stehen können.

In der Folge bestimmte der Ribnitzer HV bis zur Halbzeitpause weiter das Geschehen. Allerdings hielten die Hausherren, die vom früheren Handball-Nationalspieler Holger Schneider (u. a. HC Empor und Post Schwerin) trainiert werden, dagegen. Sie verkürzten den Rückstand noch vor dem Seitenwechsel durch Alex Wirt auf zwei Treffer – 7:9 (29.), ehe der RHV noch drei Tore in Serie warf.

Nach dem Seitenwechsel stellte Schneider um, ließ fortan eine sehr offensive 4:2-Abwehr-Variante spielen. Damit hatten die Ribnitzer ihre Probleme, kamen nicht mehr wie erhofft zum Torabschluss. „Das haben die Güstrower richtig gut gemacht“, zollte Philipp Kaiser dem Gegner großen Respekt. „Sie haben eine richtig gute Mannschaft, die durchaus eine Liga höher spielen könnte.“

Knapp 20 Minuten vor Schluss musste der RHV erstmals den Ausgleich hinnehmen – 15:15 (42.). Fortan agierten die Gäste etwas nervös und übermotiviert. Sie scheiterten immer wieder am starken GHV-Torwart Oliver Mayer. Zudem wurde deutlich: Die zweite Reihe der Ribnitzer ist noch nicht fit genug, um gegen Top-Teams mithalten und die Stammsieben entlasten zu können. Vom 17:17 (48.) bis zum 17:22 (53.) gerieten die Kaiser-Schützlinge entscheidend ins Hintertreffen und konnten die Niederlage in der Schlussphase nicht mehr abwenden.

„Es war ein richtig gutes MVLiga-Spiel, in dem wir den Favoriten lange Zeit geärgert haben. Über 60 Minuten hat es noch nicht gereicht, aber wir haben eine tolle Mannschaft und werden eine gute Rolle spielen“, konstatierte Philipp Kaiser. Am kommenden Wochenende hat der RHV (jetzt 5. Tabellenplatz, 4:4 Punkte) spielfrei. Eine Woche darauf werden die Ribnitzer in der ersten Landespokal-Runde beim Liga-Kontrahenten Stavenhagener SV gefordert sein.

Ribnitzer HV: Moritz, Kleinecke – Evert 1, Ahrens 1, Jacobsen 4/1, Voss 1, Schroth 5, Nemcinov, Meyer 6/3, Dukart 3, Bohnenstengel, Brandt.

Siebenmeter: GHV 6/4, RHV 4/4.

Strafminuten: GHV 2, RHV 10 + Rote Karte gegen Nick Meyer (52.) wegen seiner dritten Zeitstrafe.

   
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