Trotz einer 24:28-Niederlage bei der TSG Wismar lobt RHV-Trainer Philipp Kaiser seine Mannschaft für ihren couragierten Auftritt

Wismar. Die Handballer des Ribnitzer HV haben ihr Punktspiel in der Mecklenburg-Vorpommern-Liga bei der TSG Wismar am vergangenen Sonnabend verloren. Bei einem der Staffelfavoriten hatten die Bernsteinstädter mit 24:28 (12:14) das Nachsehen. Der RHV rutschte in der Tabelle mit nun 4:6 Punkten auf den achten Tabellenplatz ab.

Dennoch fand der Ribnitzer Trainer Philipp Kaiser lobende Worte. „Mit der Einstellung der Mannschaft und der kämpferischen Moral bin ich sehr zufrieden gewesen“, sagte der 26-Jährige. Er ergänzte, dass das Ergebnis den reellen Leistungsunterschied zwischen den beiden Kontrahenten widerspiegele. „Die TSG war besser als wir, der Sieg daher auch verdient.“

 

Die Gastgeber zogen in der Anfangsphase auf 3:0 (4.) davon und gaben ihren Vorsprung über die gesamte Dauer der Begegnung nicht mehr ab. Dem RHV gelang es aber, den Abstand in Grenzen zu halten. Ihren höchste Führung hatten die Wismar beim Stand von 19:14 in der 37. Minute. Den Gästen gelang es danach, noch einmal heranzu­kommen.

Beim 22:23 aus ihrer Sicht lagen sie sieben Minuten vor dem Abpfiff wieder in Schlagdistanz. Doch die TSG Wismar machte im Anschluss alles klar. „Völlig unabhängig vom Spielstand haben die Jungs gekämpft. Das war geil“, kommentierte Philipp Kaiser den Auftritt. Die Partie habe gezeigt, dass sein Team an guten Tagen noch vier bis fünf Tore hinter den Spitzenvereinen der Liga zurückliege.

Gefallen habe ihm insbesondere das Tempospiel. „Wir sind 60 bis 70 Angriffe gelaufen. Das war hervorragend“, sagte der RHV-Coach. Allerdings seien noch zu viele Aktionen dabei, „wo wir bei 20- bis 30-prozentigen Chancen auf den Torerfolg gehen. Da verlieren wir uns noch zu häufig in überhasteten Aktionen und müssen künftig noch geduldiger werden“, analysierte Philipp Kaiser. Das sei auch ausschlaggebend dafür, dass es noch an der Effektivität fehle.

Unabhängig davon habe ihm das Spiel bei der TSG an der Seitenlinie viel Spaß bereitet. „Es war ein tolles Spiel, in dem es giftig, aber nicht unfair, zur Sache gegangen ist. Die TSG spielt guten Handball. Ich ­würde diese Mannschaft mit meinem Handballherzen gerne eine ­Liga höher sehen“, lobte Kaiser den Gegner und für die tolle Stimmung in der Halle zudem die Fans in der Hansestadt.

Am kommenden Sonnabend bestreiten die Ribnitzer in der Bernsteinstadt ihr nächstes Punktspiel in der MV-Liga. Zu Gast in der Sporthalle Am Mühlenberg ist dann um 18 Uhr der Stavenhagener SV. ­Bereits in der Vorwoche trafen beide Teams in der ersten Runde des Landespokal-Wettbewerbs aufeinander. Der RHV siegte auswärts deutlich mit 38:23. Doch darauf gibt Philipp Kaiser nichts. „Das ist ein ganz anderer Wettbewerb. Die Partie ist wieder völlig offen. Wir wollen an unsere gute Leistung aus dem Pokalspiel anknüpfen“, sagte er und verwies außerdem auf den Konkurrenzkampf in seiner Mannschaft. „Wir haben einen breiten Kader. Jeder Spieler hat die Möglichkeit, sich im Training für einen Einsatz in der nächsten Partie zu empfehlen“, versicherte der Coach.

   
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