MV-Liga-Sieben verspielt klare Führung, gerät in Rückstand und gewinnt doch noch mit 33:31 gegen den Stavenhagener SV

Ribnitz-Damgarten. Diese Partie war in der zweiten Halbzeit nichts für schwache Nerven. Der Ribnitzer  HV (RHV) hat am Sonnabend sein Heimspiel gegen den Stavenhagener SV nach einer Berg- und Talfahrt der Gefühle mit 33:31 (19:14) gewonnen und sich auf den sechsten Tabellenplatz in der Handball-MV-Liga verbessert. Es war der erste Sieg nach zuvor drei Liga-Schlappen in Folge. RHV-Trainer Philipp Kaiser meinte erleichtert: „Hauptsache gewonnen, die zwei Punkte waren wichtig für die Ta­belle und für die Stimmung in der Mannschaft und im Publikum.“


Nach ausgeglichener Anfangsphase bestimmten die Ribnitzer lange Zeit das Geschehen in der hei­mischen Sporthalle Am Mühlenberg. In den ersten 30 Spielminuten überzeugten sie mit schnellen und zielstrebigen Angriffen, Treffsicherheit und energischer Abwehrarbeit. Die Gastgeber legten immer vor, führten 6:4 (9.), 11:9 (16.) und 13:11 (23.). Kurz vor der Pause setzten sich die Bernsteinstädter ab und gingen mit einem scheinbar komfortablen 19:14-Vorsprung in die Kabine.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs knüpften die Ribnitzer an die gute Leistung aus der ersten Halbzeit an. Als Rückkehrer Sebastian Nucklies, der sein erstes Heimspiel seit langer Zeit bestritt, per Siebenmeter zum 28:22 (46.) getroffen hatte, steuerten sie einem klaren Heimerfolg entgegen. Doch die Stavenhagener gaben sich nicht geschlagen. Ganz im Gegenteil: Ausgerechnet in Unterzahl nach einer Zeitstrafe verkürzten sie auf 24:28 und legten nach zum 26:28.

Und es wurde noch schlimmer aus Sicht des Ribnitzer HV, der völlig den Spielfaden verlor und abgesehen von zwei Siebenmeter-Treffern von der 40. bis zur 55. Spielminute eine Viertelstunde lang ohne Torerfolg blieb. Sieben Minuten vor Schluss erzielten die Gäste den Ausgleich zum 29:29.

RHV-Trainer Philipp Kaiser reagierte und nahm eine Auszeit, in der er sein Team noch einmal motivierte. Nutzte erst einmal nichts, denn nach Wiederbeginn geriet seine Mannschaft das erste und einzige Mal in Rückstand – 29:30 (55.). Bange Blicke im Publikum.

Doch im Gegenzug traf Sebastian Nucklies aus dem Spiel heraus zum 30:30. Auf der anderen Seite parierte der starke Ribnitzer Torwart Tom Moritz. Die Hausherren waren wieder da – und wie. Plötzlich klappte es auch wieder mit den schnellen Angriffen. Michael Jacobsen und zweimal Alexander Dukart sorgten mit ihren Treffern zum 33:30 (59.) für die Vorentscheidung.

„Wir haben verpasst, vorzeitig entscheidend davonzuziehen und in der zweiten Hälfte die Zügel zu locker gelassen. Zum Glück haben wir noch einmal die Wende geschafft. Insgesamt waren wir trotz unserer Schwächephase die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen“, analysierte Tom Moritz. Der 19-jährige Schlussmann hielt mehrfach glänzend, darunter drei gegnerische Siebenmeter.

RHV-Coach Philipp Kaiser ­meinte nur: „Wir hatten in der zweiten Halbzeit einige Probleme, die ich mit der Mannschaft besprechen werde.“ Genaueres wollte der 26-Jährige nicht verraten. „Damit ­würde ich ja den Gegnern helfen“, sagte er.

Weiter geht’s für den Ribnitzer  HV am kommenden Sonnabend (17  Uhr) beim Tabellenneunten Schwaaner  SV.

Ribnitzer HV: Kleinecke, Moritz – Jacobsen 4, Nemcinov, Dukart 10, Ahrens, Meyer 8, Schroth  1; Mehr 1, Bohnenstengel, Nucklies 9/4, Voss.
Siebenmeter: RHV 5/4, SSV 5/2.
Strafminuten: RHV 4, SSV 6.

   
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