MV-Ligist gewinnt trotz schwacher Defensivleistung und wechselnden Führungen beim Schwaaner SV mit 30:28 / Jacobsen wirft 16 Tore

 

Schwaan. Michael Jacobsen war am Sonnabend nicht aufzuhalten. Der Rückraumspieler und Kapitän des Handball-MV-Ligisten Ribnitzer HV erzielte 16 Treffer im Auswärtsspiel beim Schwaaner SV und avancierte damit zum Mann des Tages beim 30:28 (14:13)-Erfolg der Gäste.

„Das Spiel war etwas zerfahren, aber in meinen Augen war der Sieg nie gefährdet“, meinte Jacobsen.

Der 32-jährige Routinier kritisierte dennoch die mangelnde Chancenverwertung seines Teams in einigen Phasen der Begegnung. Sonst, so Jacobsen, hätten sich die Ribnitzer früher von ihrem Kontrahenten absetzen und eine Vorentscheidung erzielen können. „Teilweise haben wir ein wenig zu überhastet gespielt“, analysierte er.

Die Ribnitzer bestimmten in der Schwaaner Bekehalle über weite Strecken das Geschehen. In der ersten Halbzeit legten sie von Beginn an vor, führten unter anderem 1:0 (3.), 4:3 (6.), 7:5 (17.), 9:8 (22.) und 14:13 nach 30 Spielminuten. Zu Beginn des zweiten Abschnitts geriet die RHV-Sieben allerdings in Rückstand (16:17/35.). Doch mit drei Treffern nacheinander vom 18:20 (43.) zum 21:20 (46.) übernahmen die Bernsteinstädter wieder das Zepter. Ihren größten Vorsprung warfen sie beim 27:23 (57.) heraus. Das war die Vorentscheidung zugunsten des Ribnitzer HV.

Trainer Philipp Kaiser meinte: „Der Sieg war hart erkämpft. Die Schwaaner haben gut gespielt und wurden durch die heimischen Fans nach vorn gepeitscht. Sie haben tolle Stimmung gemacht, damit mussten wir erst einmal klarkommen.“ Der 27-Jährige freute sich über den vierten Saisonsieg seines Teams, fand allerdings auch kritische Worte. „Mit der Defensive kann und darf diesmal niemand zufrieden sein“, meinte Kaiser. Sein Team habe zu viele Chancen des Gegners zugelassen und zu viele Gegentore hinnehmen müssen.

Spielführer Michael Jacobsen weiß auch schon, wie sich die Ribnitzer in der Abwehr steigern können. „Wir werden in den nächsten Spielen die Kommunikation steigern“, versprach er. „Im Endeffekt sind die zwei Punkte wichtig. In ein paar Tagen fragt auch niemand mehr, wie das Spiel eigentlich war, Hauptsache gewonnen“, konstatierte der Torjäger. Philipp Kaiser war ähnlicher Meinung. „Am Ende zählt nur der Sieg“, betonte er, forderte allerdings zugleich: „Für unsere langfristige Entwicklung wird es unabdingbar sein, dass wir weiter an uns arbeiten.“

Das nächste Spiel wird für den Ribnitzer HV (jetzt 4.  Tabellenplatz, 8:6  Punkte) ein ganz besonderes. Am kommenden Sonnabend (18  Uhr) erwarten die Ribnitz-Damgartener den HSV Grimmen (8./4:8) in der heimischen Sporthalle Am Mühlenberg zum prestigeträchtigen Lokalduell. Nachdem die Grimmener ihre beiden vergangenen Partien verloren haben und der RHV zweimal in Folge gewonnen hat, dürften die Lokalmatadoren als Favorit in die Partie gehen.

Bemerkenswert: RHV-Kreisläufer Eric Brandt, der in Schwaan nach einem unglücklichen Foul früh Rot gesehen hatte und sich das Spiel fortan von der Tribüne aus ansehen musste, wird gegen die Grimmener wieder spielberechtigt sein.

Ribnitzer HV: Moritz, Kleinecke – Evert  1, Ahrens, Jacobsen  16/2, Bux, Nucklies  2, Voss, Schroth, Mehr  2, Nemcinov, Meyer  2, Dukart  7, Brandt.

Siebenmeter: SSV 6/4, RHV 3/2.

Strafminuten: SSV 4, RHV 6 + Rot für Eric Brandt (2.).

   
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