Nach der Auftaktschlappe in Güstrow streben die MV-Liga-Handballer im Heimspiel gegen den Stavenhagener SV den ersten Saisonsieg an

 
Nach der Auftaktschlappe in Güstrow streben die MV-Liga-Handballer
im Heimspiel gegen den Stavenhagener SV den ersten Saisonsieg an Von Tommy Bastian
Rostock. Der Schock saß tief. Nach der überraschend klaren 21:29-Schlappe zum Saisonauftakt beim Güstrower  HV brauchten die MV-Liga-Handballer des Ribnitzer HV einige Tage, um den Rückschlag zu verdauen. „Aufgrund unserer schlechten Leistung in Güstrow war die Stimmung beim Training zunächst gedrückt. Wir haben die Partie ausgewertet – positive und negative Dinge. Es war ja nicht alles schlecht“, meint RHV-Trainer Stephan Voss. Sein Team habe in der ersten Halbzeit rund 20  Minuten lang gut verteidigt, sagt der 30-Jährige. „Allerdings hat uns die Struktur im Angriff gefehlt, und in der zweiten Hälfte hatten wir dann auch zu viele Lücken in der Deckung.“

 
Am Sonnabend (18  Uhr, Sporthalle Am Mühlenberg) haben die Bernsteinstädter die Chance, es besser zu machen. Dann geht es im ersten Heimspiel der Saison 2019/20 gegen den Stavenhagener  SV, der am ersten Spieltag mit 17:23 gegen den SV  Warnemünde unterlag. „Die aktuelle Mannschaft der Stavenhagener kenne ich nicht genau. Sie haben einen Umbruch eingeleitet und setzen auf junge, schnelle Spieler, überwiegend aus dem eigenen Nachwuchs“, sagt Stephan Voss.
 
Er wolle sich auf das Spiel seiner eigenen Truppe konzentrieren und erwarte eine Trotzreaktion, meint der junge Trainer. „Wir müssen über einen längeren Zeitraum, am besten über die vollen sechzig Minuten, eine stabile Deckung stellen und brauchen vorn mehr Struktur im Positionsangriff und die richtige Balance aus Tempo sowie Geduld“, fordert Stephan Voss.
 
RHV-Vorstand Stefan Stuht sieht das ähnlich. Er hoffe, dass die Mannschaft ein anderes Gesicht zeige. „Die Jungs haben in der Vorbereitung schon viel besser gespielt. Sie können es, müssen nur ihr wahres Leistungsvermögen abrufen und dabei diszipliniert bleiben“, meint der 47-Jährige.
 
Erfreulich für den Ribnitzer  HV: Trainer Stephan Voss kann beinahe aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Max Bux steht diesmal nicht zur Verfügung. Alle anderen Spieler aus dem Aufgebot der ersten Männermannschaft haben sich einsatzbereit gemeldet. Große Hoffnungen macht den Verantwortlichen die Rückkehr von Spielmacher Nick Meyer. Der 19-Jährige hatte in Güstrow noch aufgrund der Nachwirkungen einer Weisheitszahn-Operation gefehlt, beziehungsweise war geschont worden. Gegen den Stavenhagener SV soll er wieder die Fäden in der Offensive ziehen, seine Mitspieler mit guten Pässen bedienen und selbst torgefährlich werden. „Allerdings sollten wir uns nicht nur auf Nick verlassen, auch alle anderen Rückraumspieler können es besser, als sie es in Güstrow gezeigt haben. Wir brauchen Leader“, meint Stefan  Stuht und versucht damit, etwas den Druck vom jungen Meyer zu nehmen.
 
Unterdessen beginnt der lange Handball-Tag in der Sporthalle Am  Mühlenberg bereits um 11.30  Uhr. Zunächst werden die C- und B-Jugend ihre Heimspiele austragen. Um 15.30  Uhr empfängt dann die neu formierte Frauen-Mannschaft um den neuen Coach André Stock die SG  Motor Neptun Rostock, ehe zum Abschluss die MV-Liga-Partie angepfiffen wird. Die Ribnitzer haben gut 100  Dauerkarten verkauft und erwarten insgesamt rund 150  Fans.

   
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