Landespokal: Gegen den amtierenden Landesmeister Güstrower HV pariert Torwart Tobias KleineckeLandespokal: Gegen den amtierenden Landesmeister Güstrower HV pariert Torwart Tobias Kleinecke im Siebenmeterwerfen und Michael Jacobsen macht mit seinem Treffer zum 30:28 alles klar

Ribnitz-Damgarten. War das ein Ribnitz-Damgarten. War das ein Krimi! Nachdem Michael Jacobsenden letzten Siebenmeter verwandelt hatte, gab es kein Halten mehr. Die Spieler des Ribnitzer HV stürmten auf ihren Kapitän zu, sprangenden 31-Jährigen an, klatschten ihn ab und hüpften danach jubelnd im Siegerkreis. Auf den Zuschauerrängenin der Sporthalle Am Mühlenberg gab es stehende Ovationen. Die meisten der knapp 200 Besucherfeierten ausgelassen, die Arenawurde zum Jubelhaus.Die Handballer vom RibnitzerHV haben das extrem spannende MV-Liga-Duell im Landespokal-Achtelfinale gegen den amtierenden Landesmeister Güstrower HV nach Siebenmeterwerfen mit 30:28 (25:25, 14:13) gewonnen. „Der Sieg ist

für die Moral der Mannschaft und das Gefühl enorm wichtig. Wir wachsen als Team mitjedem Spiel mehr zusammen. Es ist einfach geil zur Zeit“, meinte Michael einfach geil zur Zeit“, meinte Michael Jacobsen. Der Rückraumspieler hatte nicht nur aufgrund seines verwandelten Siebenmeters großen Anteil am Einzug ins Viertelfinale, in dem die Ribnitz-Damgartener erneut Heimrecht haben werden. Dort geht’s am 22./23. Februar gegen den SV Warnemünde, der sich bei der unterklassigen TSG Wittenburg mit 31:21 durchgesetzt hatte. Michael Jacobsen erzielte gegen die Güstrower insgesamt sechs Treffer und war nach den Brüdern Nick und Ben Meyer (je 7) der drittbeste Torschützeseiner Mannschaft.

Die Gastgeber erwischten den besseren Start und führten nach knapp 14 Spielminuten mit 9:5. Nach einer Auszeit der Barlachstädter verloren die Hausherren allerdings etwas den Spielfaden und musste nach Wiederbeginn vier Gegentreffer hintereinander hinnehmen– 9:9 (20.). „Wir haben den Gegner mit unseren leichten Fehlern und Ballverlusten im Spiel gehalten. Dennoch war ich ganz ruhig, denn mein Gefühl war, dass wir die Partie gewinnen werden“, meinte RHV Coach Stephan Voss. Und seine Mannschaft wurde auch in weniger guten Spielphasen nicht nervös. Mit dem Selbstvertrauen von zuletzt vier Punktspiel-Erfolgen hielten die Ribnitzer mutig dagegen. Bis zum 14:13 zur Pause legten sie weiter vor. Und das blieb zunächst auch nach dem Seitenwechsel so. Beim 17:18 (40.) gerieten die Bernsteinstädter erstmals in Rückstand, glichen allerdings postwendend durch Nick Meyer aus.

Fortan waren allerdings auch die Gäste voll in der Partie, die spannender und emotionaler wurde. Negativer Höhepunkt: Der frühere Nationalspieler und heutige Güstrower Trainer, Holger Schneider, sah zunächst die Gelbe Karte wegen Meckerns und kurz darauf Rot und Blau, weil er sich nicht beruhigte(43.). Bedeutet: Der 56-Jährige musste die Bank verlassen und auf die Tribüne. Außerdem wird es einen Bericht durch die Schiedsrichter geben (dafür steht die Blaue Karte) sowie eine weitere Spielsperre. Ohne ihren Chefcoach schienen die Güstrower auf die sprichwörtliche Siegerstraße einzubiegen, sie trafen dreimal in Folge und gingen mit 23:21 in Führung (52.). „Zwischen der 47. und 52. Spielminute hatten wir unsere schwächste Phase, da haben wir gewackelt, sind allerdings nicht nervös geworden“,analysierte Stephan Voss. Seine Mannschaft hielt dagegen, kämpfte sich zurück und in der hektischen Schlussphase der regulären Spielzeit – mit mehreren Zweiminutenstrafen und zwei Siebenmetern ins Entscheidungswerfen. Dort parierte Tobias Kleineckeden vierten Wurf der Güstrower und Michael Jacobsen verwandelte zum umjubelten 30:28-Endstand. Der Rest war großer Jubel auf Seiten der Ribnitzer.

Ribnitzer HV: Moritz, Prothmann,Ribnitzer HV: Moritz, Prothmann,Kleinecke – Wiegratz 3/2, N. Meyer7/1, Jacobsen 6/2, B. Meyer 7/1, Rose,Methling, Kröplin 2/1, Nemcinov,Dukart 3, Bux, Brandt 2.Siebenmeter: RHV 8/7, GHV 9/8.Strafminuten: RHV 8, GHV 6.

 

   
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