Beim 35:29 gegen den HSV Grimmen reicht eine durchschnittliche Leistung / Mehr als 200 Fans in der Sporthalle Am Mühlenberg sorgen für tolle Kulisse

 

Ribnitz-Damgarten. Die Handballer des Ribnitzer HV bleiben in der MV-Liga auf Erfolgskurs. Sie haben am Sonnabend vor mehr als 200  Zuschauern in der Sporthalle Am Mühlenberg den HSV  Grimmen im Prestigeduell mit 35:29 (15:14) bezwungen. Für die Bernsteinstädter war es der fünfte Sieg hintereinander und der sechste in der Saison in der höchsten Landesspielklasse.


 
Trotz des verdienten Erfolgs äußerte sich RHV-Coach Stephan Voss kritisch. „Das war definitiv nicht unser bestes Spiel. Wir haben nicht das gezeigt, was wir können“, sagte er. Seine Mannschaft hätte den ersatzgeschwächten Gegner mehr beherrschen müssen, meinte der 31-Jährige. Das sei aber nur in wenigen Phasen des Spiels gelungen. „Anfangs stimmte die Einstellung nicht, da stand die Deckung überhaupt nicht. Später sind wir nicht mit einhundert Prozent in die Lücken gegangen, haben die Kombinationen nicht zu Ende gespielt und uns Würfe genommen, die nicht berechtigt waren“, analysierte Voss.
 
Treffsicher: Alexander Dukart erzielt neun Tore
 
Obwohl sie eine durchschnittliche Leistung zeigten, bestimmen die Ribnitzer über weite Strecken das Geschehen. Nach ausgeglichener Anfangsphase zogen sie erstmals auf zwei Tore davon – 11:9 durch Tom Kröplin (20.). Der starke Alexander Dukart, der sich nur einen Fehlwurf leistete, aber neunmal erfolgreich war, erzielte drei Minuten vor der Pause das 15:12. Doch nach einer Auszeit verkürzten die Gäste noch auf 14:15.
 
Hektik und viele Strafminuten
 
in der Schlussphase
 
Kurz nach dem Seitenwechsel traf der frühere Ribnitzer Lucas Kladek-Markau zum 15:15 und später markierte Grimmens Steve Salbrecht noch das 18:18 (38.). In der Folge zogen die Hausherren dann davon. Nick Meyer erzielte gegen dezimierte Gäste das 25:20 (45.). Das war eine Vorentscheidung. In der fortan hektischen Partie mit vielen Fouls und Zweiminutenstrafen auf beiden Seiten verpasste es die RHV-Sieben allerdings, sich noch deutlicher abzusetzen.
 
Bezeichnend: Nach einem unnötigen Fehlwurf des erst 19-jährigen Nick Meyer, der oft noch nicht clever genug agierte, konterten die Grimmener über Kladek-Markau, der noch einmal auf 28:31 verkürzte (56.). Doch die Ribnitzer hatten die richtige Antwort parat: Zweimal Rechtsaußen Dukart und einmal Linksaußen Kröplin sorgten mit ihren Treffern doch noch für klare Verhältnisse. Dukart traf schließlich zum 35:29-Endstand.
 
Das nächste Spiel der Ribnitzer steigt in Schwerin
 
RHV-Routinier Steffen Wiegratz konstatierte: „Den Ausschlag für uns hat gegeben, dass wir vom Kader her deutlich breiter aufgestellt waren als Grimmen. Dementsprechend waren wir am Ende frischer im Kopf und haben die Tore geworfen.“ Die Serie von fünf Siegen will der 31-Jährige nicht überbewerten. „Wir hatten erst zwei richtige Gradmesser. Die großen Spiele kommen erst noch“, meint Wiegratz und ergänzt mit Blick auf die Aufgabe am kommenden Sonnabend (18  Uhr) beim SV  Mecklenburg Schwerin  II: „Schon die Partie gegen Schwerin wird sehr schwer, weil es eine junge, dynamische Mannschaft ist, die sehr heiß sein wird. Die richtigen Prüfsteine kommen danach.“
 
Wochen der Wahrheit stehen noch vor Weihnachten an
 
Mit 10:2  Punkten aus sechs Spielen belegen die Ribnitzer den vierten Tabellenrang. Der Rückstand auf Spitzenreiter Bad  Doberaner SV, der eine Begegnung mehr ausgetragen hat, beträgt zwei Zähler. „Wir hatten ein relativ leichtes Programm bisher, aber die Gegner musst du auch erst einmal bezwingen. Die Liga zeigt ja, dass jeder gegen jeden gewinnen kann“, sagte Stephan Voss. Er hatte großen Respekt vor den Grimmenern. „Ab Ende November kommen die Brocken, die in der Tabelle oben stehen.“ Nach Schwerin und dem nächsten Heimspiel gegen den SV  Einheit Demmin (23.11.) folgen für den R HV bis Weihnachten die Partien gegen die Top-Teams Bad  Doberaner SV, TSG  Wismar, Güstrower HV und SV  Fortuna Neubrandenburg. Voss: „Danach wissen wir, wohin die Reise geht.“
 
RHV: Prothmann, Kleinecke, Moritz – Jacobsen  3/2, N.  Meyer  5, B.  Meyer  7, Dukart  9, Rose, Kröplin  6; Brandt  1, Wiegratz  3/1, Methling  1, Nemcinov.
 
Siebenmeter: RHV 3/3, HSV 8/7.
 
Strafminuten: RHV  16 inklusve Rot für Nick Meyer wegen seiner dritten Zeitstrafe (58.), HSV 14.

   
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