MV-Ligist bezwingt den SV Einheit Demmin mit 38:21, gewinnt zum siebten Mal in Folge und bleibt das Team der Stunde in der höchsten Landesspielklasse

 


  
Ribnitz-Damgarten. Das Topspiel am kommenden Sonnabend (19 Uhr, Stadthalle) bei Oberliga-Absteiger und Aufstiegsmitfavorit Bad Doberaner SV kann kommen: Die Handballer des Ribnitzer HV haben sich am Sonnabend für das Duell beim Spitzenreiter quasi warm geworfen. Sie besiegten den SV Einheit Demmin in der heimischen Sporthalle Am Mühlenberg locker mit 38:21 (17:10) und feierten nach einer einseitigen Partie den siebten Sieg in Folge.


 
Nachlässigkeiten verhindern noch deutlicheres Resultat
 
RHV-Coach Stephan Voss meinte: „Das war ein souveräner Sieg gegen eine Demminer Mannschaft, in der viele Stammkräfte gefehlt haben. Doch gerade diese Spiele sind gefährlich.“ In den ersten 20 Minuten sei sein Team im Deckungsverband zu passiv gewesen. Diese Nachlässigkeiten gelte es abzustellen. „Im Angriff haben Unkonzentriertheiten im Passspiel und Fehlwürfe ein noch deutlicheres Ergebnis verhindert. Grundsätzlich haben die Jungs unseren Plan vom schnellen Spiel allerdings gut umgesetzt“, analysierte der 31-jährige Trainer zufrieden.
 
Voss gab allen Feldspielern ihre Einsatzzeiten, auch denjenigen, die zuletzt eher weniger zum Zuge gekommen waren. Und die zahlten das Vertrauen zurück. Leon Methling (4), Max Bux (3) und Dmitrij Nemcinov (1) erzielten zusammen acht Treffer, überzeugten außerdem mit Spielfreude, Leidenschaft und Kampfgeist.
 
Treffsicher: Leon Methling
 
mit 100-Prozent-Quote
 
Der eingewechselte Leon Methling hatte sogar eine 100-Prozent- Quote. Er verwandelte alle seine vier Wurfversuche. Der 18-jährige Rechtsaußen meinte: „Ich versuche immer, möglichst hoch auszuspringen, sozusagen in der Luft zu stehen und den gegnerischen Torwart auszuschauen. Dann werfe ich in die freie Ecke“. Das klappte gegen die Demminer Torhüter gut. „Ein bisschen Glück gehört auch dazu“, sagte Methling.
 
Der Auszubildende absolviert derzeit ein Praktikum in der Nähe und kann deshalb zweimal die Woche mit der Mannschaft trainieren. Deshalb ist er besser drin in der Mannschaft, in der er sich pudelwohl fühlt – auch wenn er als jüngster Akteur immer noch Bälle, Flaschen und so weiter tragen muss. „Das gehört dazu, wenn du zu den jungen Spielern gehörst“, meint Leon Methling bescheiden.
 
Die Hausherren brauchten eine knappe Viertelstunde, um zu ihrem Spiel zu finden. Dann setzten sie sich ab, zogen vom 6:5 (13.) über 9:5 (16.) und 13:8 (25.) auf 17:10 (30.) zur Pause davon. Kurz nach dem Seitenwechsel sorgte der Ribnitzer HV für die Entscheidung, führte nach dem Treffer zum 21:11 durch Alexander Dukart (33.) erstmals mit zehn Toren Vorsprung. Der Rest war Schaulaufen gegen das überforderte Team aus der Hansestadt Demmin, die seit der Kreisgebietsreform 2011 zum Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gehört, aber weiterhin ihre Zugehörigkeit zu Vorpommern betont.
 
Trainer und Spieler beobachten in Rostock nächsten Gegner
 
Nach ihrem Spiel fuhren einige Ribnitzer Spieler und Trainer Stephan Voss direkt nach Rostock, um sich das Duell des SV Warnemünde gegen den Bad Doberaner SV anzugucken und Erkenntnisse über den kommenden Gegner zu gewinnen. Die Münsterstädter erkämpften sich einen 28:26-Erfolg, den sie erst in der Schlussminute klarmachten. Damit verteidigte der DSV (16:2  Punkte) die Tabellenführung vor der TSG Wismar (15:3) und dem Ribnitzer HV (14:2), der eine Partie weniger ausgetragen hat. Jetzt fiebern die Bernsteinstädter dem Spitzenspiel in Bad Doberan entgegen, zu dem sie wohl von zahlreichen Fans begleitet werden.
 


 
Ribnitzer HV: Prothmann, Kleinecke – B. Meyer 5, Jacobsen 10/2, N. Meyer 2, Dukart 7, Brandt, Kröplin 2, Wiegratz 3, Bux 3, Rose 1, Methling 4, Nemcinov 1.
 
Siebenmeter: RHV 4/2, Einheit 2/2.
 
Strafminuten: RHV 2, Einheit 8.

   
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