Beim 21:21 gegen den Güstrower HV verspielen die Bernsteinstädter wie in der Vorwoche den möglichen Sieg / In der Tabelle rücken sie dennoch vor

Ribnitz-Damgarten. Es dürfte sich ein wenig angefühlt haben wie ein Déjà-vu. Die Handballer des Ribnitzer HV haben am Sonnabendbeim 21:21 (12:12) gegen den amtierenden Landesmeister Güstrower HV erneut den möglichen Sieg vergeben. Wie beim 25:25 zuvorgegen die TSG Wismar ließen die Hausherren vor knapp 200 Zuschauern in der Sporthalle Am Mühlenberg zu viele gute Torchancen aus und wurden dafür bestraft. 36 Sekunden vor Schluss kamen

die Gäste durch einen verwandelten Siebenmeter von Till Mallach zum Ausgleich. Am Ende mussten die Bernsteinstädter sogar noch froh sein, das Spiel nicht verloren zu haben, denn den letzten Angriff vergaben die Güstrower. Trainer Stephan Voss vom Ribnitzer HV haderte: „Wenn du die Ergebnisse am Wochenende siehst, dann haben wir diesmal und davor gegen Wismar Big Points ausgelassen. Wir haben wir es nicht geschafft, dem Gegner unser Spiel aufzudrücken und besonders in den ersten zehn Minuten technische Fehler gemacht sowie falsche Entscheidungen getroffen.“

Ribnitzer profitieren Ribnitzer profitieren von Patzern der Konkurrenz

Trotz des verpassten Erfolgs rückte des verpassten Erfolgs rückte der RHV in der Tabelle der MV-Liga vor vom vierten auf den zweiten Rang. Der Grund: Die Oberliga-Absteiger Bad Doberaner SV (24:24 bei Schwerin II) und Fortuna Neubrandenburg (18:20 bei Einheit Demmin) sowie der bisherige Tabellenzweite TSG Wismar (23:24 in Grimmen) ließen überraschend auch Zähler liegen. Spitzenreiter bleibt der Bad Doberaner SV (19:5) vor den punktgleichen Ribnitzern und Neubrandenburgern (jeweils und Neubrandenburgern (jeweils 18:4). In der ersten Viertelstunde liefendie Ribnitzer gegen Güstrow meist einem Rückstand hinterher. Die Gäste legten vor, der RHV zog nach.

In der 20. Spielminute brachte Yan Vizhbovskyy die Hausherren erstmals in Führung, traf zum 9:8. Doch die Güstrower drehten das Spiel wieder und legten in der Folge bis zum 19:18 aus ihrer Sicht (53.) immer weiter vor. Es begann die dramatische Schlussphase. Da schienen die Ribnitzer auf die sprichwörtliche Siegerstraße einzubiegen. Nick und Ben Meyer sowie Vizhbovskyy trafen nacheinander und warfen den 21:19-Vorsprung (56.) für den RHV heraus. Danach zeigten die Bernsteinstädter allerdings Nerven, vergaben ihre Chancen und „schenkten“ den Ball zu einfach her. Das nutzten die Güstrower und erzielten den Ausgleich.

In den letzten 20 Sekunden kamen sie sogar erneut in Ballbesitz, verpassten es jedoch, das Spiel noch einmal ganz zu drehen. Überzeugende Abwehrarbeit der Gastgeber reicht nicht „Wenn wir das Spiel sehen, können wir mit dem Unentschieden nicht zufrieden sein. Am Ende lag es in unserer Hand die Partie zu entscheiden. In der zweiten Halbzeit sind wir hauptsächlich an der schlechten Chancenverwertung gescheitert. Unsere Abwehr war über das gesamte Spiel wirklich gut“, analysierte Stephan Voss.

Mit Blick auf das letzte Punktspiel im Jahr 2019 meint der 31-jährige RHV-Coach: „Gegen Fortuna Neubrandenburg müssen wir konzentrierter im Abschluss agieren und mit der letzten Überzeugung in die Aktionen gehen. Wir haben die Chance, Herbstmeister zu werden und sollten alles dafür geben, diese Möglichkeit zu nutzen.“ Der Anwurf zur Partie gegen die Vier-Tore-Städter soll am kommenden Sonnabendum 18 Uhr in der Sporthalle Am Mühlenberg erfolgen. Im Vorfeld und rund um die Begegnung planen die Ribnitzer ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Sie peilen einen neuen Zuschauerrekord an.

Ribnitzer HV: Prothmann, Moritz,Kleinecke – Jacobsen 5/1, B. Meyer 3,N. Meyer 3, Dukart 1, Brandt 1, Kröplin 1,Vizhbovskyy 4, Wiegratz 3/2, Rose,Methling, Bux.

Siebenmeter: RHV 3/3, GHV 3/3.

Strafminuten: RHV 2, GHV 2.

   
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