Beim 25:25 gegen die TSG Wismar nutzen die Gastgeber ihre TormöglichkeitenBeim 25:25 gegen die TSG Wismar nutzen die Gastgeber ihre Tormöglichkeitenschlecht und lassen dem Gegner in der Abwehr zu viel Raum

Ribnitz-Damgarten. Chance vertan: Die Handballer des Ribnitzer HV mussten sich am Sonnabend mit einem 25:25 (13:14) gegen die TSG Wismar zufriedengeben. Damit blieben die Bernsteinstädter zwar im neunten Spiel in Folge inder MV-Liga ungeschlagen, verpassten allerdings den erstmaligen Sprung auf den ersten Tabellenplatz. Das Spiel hätte in beide Richtungen kippen können – zugunsten der Gäste oder des RHV. Einen Sieger hatte es jedoch nicht verdient. Der Ribnitzer Coach Stephan Voss meinte: „Wir wollten unbedingt gewinnen, besonders nachdem der Wismarer Tom Koop verletzungsbedingt früh ausscheiden musste. Allerdings haben wir nicht an die in Bad Doberan gezeigte Leistung angeknüpft, waren in der Abwehr nicht wach und präsent genug. “Er sei enttäuscht von der Leistung seiner Mannschaft, meinte der 31-Jährige. „Die ersten zwanzig Minuten

waren in Ordnung, danach war das zu wenig, was wir gezeigt haben“, monierte Voss. Im Topspiel des bisherigen Tabellenzweiten gegen den Spitzenreiter verpatzten die Hausherren vor rund 180 Zuschauern in der Sporthalle Am Mühlenberg die ersten Minuten und lagen mit 1:3 zurück (3.). Doch mit dem Selbstvertrauen von acht mit dem Selbstvertrauen von acht Siegen in Folge ließen sich die Ribnitzer davon nicht nervös machen. Sie antworteten mit drei Treffern hintereinander. Alexander Dukart brachte den RHV erstmals in Führung– 4:3 (7.). In der Folge ging es hin und her, mit wechselnden Führungen. Zur Pause lagen die Ribnitzer knapp zurück.

Nach dem Seitenwechsel bestimmten dann die Gäste aus Wismar das Geschehen. Sie verschleppten vorn oft das Tempo, agierten clever und waren stark im Eins-gegeneins. Allerdings agierten sie bisweilen recht theatralisch und kommentierten viele Schiedsrichter-Entscheidungen. Von der Unruhe ließen sich die Ribnitzer Spieler anstecken. Sie verloren den Spielfaden, machten dumme Fouls, diskutierten mit, bekamen Zweiminutenstrafen, trafen als Ballführer viele Fehlentscheidungen und vergaben zahlreiche gute Torchancen. Die Folge: Beim 19:24 (52.) sah es aus, als müsste der Ribnitzer HV seine zweite Saisonniederlage hinnehmen. Doch dann schwächten sich auch die Gäste unnötigerweise selbst. Ihr bester Mann, der siebenfache Torschütze Marc Hünerbein, musste für zwei Minuten auf die Strafbank, wenig später auch Malte Meiser.

In Überzahl kamen die Ribnitzer zum Ausgleich. Tom Kröplin traf zum 24:24 (58.). Fortan war das Momentum auf Seiten der Gastgeber. Sie mussten zwar den erneuten Rückstand hinnehmen, erzielten allerdings erneut durch Kröplin postwendend das 25:25 (60.). Undwenig später kam der RHV noch einmal in Ballbesitz. 14 Sekunden waren noch zu spielen. Das Publikum hielt es schon längst nicht mehr auf den Sitzen. Der Ribnitzer Coach Stephan Voss nutzte eine Spielunterbrechung und gab Spielmacher Nick Meyer letzte Kommandos. Der 19-Jährige suchte wenig später seinen Bruder Ben per Kempa-Trick. Doch der Rückraumspieler wurde bei seinem Wurfversuch entscheidend gestört und entscheidend gestört und vergab den möglichen Sieg. Es blieb beim leistungsgerechten Remis.

RHV-Kapitän Michael Jacobsen haderte: „Ich ärgere mich, denn im Endeffekt haben wir einen Punkt liegen gelassen. Wir haben so viele Chancen vergeben. Aber wir haben nicht verloren, obwohl wir wenige Minuten vor Schluss mit fünf Toren zurücklagen.“ Es gelte, das Positive aus dem Spiel mitzunehmen und sich in den kommenden Partien wiederin der Abwehr zu steigern. „Wir haben die Gegenspieler zu leicht ziehen und sie acht, neun Meter vor unserem Tor ungestört den Ballzuspielen lassen“, analysierte der33-Jährige.

In der Tabelle rutschte der Ribnitzer HV (jetzt 17:3 Punkte) ab auf den vierten Rang. Neuer Spitzenreiter ist Fortuna Neubrandenburg (18:2), vor dem Bad Doberaner SV und der TSG Wismar (beide 18:4). Am kommenden Sonnabend (18 Uhr, Sporthalle Am Mühlenberg)wird der RHV im zweiten von drei Heimspielen in Folge gegen den amtierenden Landesmeister Güstrower HV gefordert sein. Ribnitzer HV: Prothmann, Moritz, Kleinecke– Jacobsen 5/4, B. Meyer 4, N. Meyer5, Dukart 2, Brandt 4, Kröplin 2, Wiegratz2, Rose 1.Siebenmeter: RHV 7/5, TSG 3/2.Strafminuten: RHV 16, TSG 10.

   
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